
Ordnungssysteme in der zeitgenössischen Kunst
Ausstellungsreihe 2026
„Ordnung ist die Verbindung des Vielen nach einer Regel.“ (Immanuel Kant)
In Zeiten globaler Krisen, digitaler Kontrolle sowie ökologischer Instabilitäten gerät unsere regelbasierte Ordnung zunehmend ins Wanken. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und sorgen gesellschaftspolitisch für zunehmende Verunsicherungen, die die politischen Systeme Zusehens belasten. Auf der anderen Seite ist eine zunehmende Reglementierung auf allen politischen Ebenen zu verzeichnen, die sich anhand der steigenden Anzahl an Gesetzen und Anordnungen ablesen lässt. Die zunehmende Bürokratisierung wiederum führt ihrerseits zu einer um sich greifenden Lähmung der Ordnungssysteme, die notwendigen Innovation entgegenstehen. In einer Zeit, in der Systeme darüber hinaus unsere Wahrnehmung, unser Verhalten und unsere Vorstellung von Realität prägen, bietet Kunst die Möglichkeit diese Ordnungssysteme nachzubilden, zu fragmentieren zu deformieren sowie zu analysieren, um derartige Systeme sichtbar zu machen und dadurch zu hinterfragen oder gar zu durchbrechen.
